Brühl-Ost: Berühmtheiten auf unseren Straßenschildern

Lesereihe über die Straßennamen auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik. Diese wurden alle nach mehr und weniger bekannten Frauen benannt. 

Die Ortsgemeinschaft lädt ein zur Lesung über die Schriftstellerin Irmgard Keun

Im Treffpunkt Ost im KommMit findet am 11. Oktober 2025 eine Lesung über die Schriftstellerin Irmgard Keun statt. Damit wird die Lesereihe über die Straßennamen auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik fortgesetzt. Diese sind alle nach bekannten und weniger berühmten Frauen benannt. Wer waren sie und was zeichnete sie aus? 

Ab 18:00 Uhr wird Almut Zimmermann über Irmgard Keun (1905 – 1982) berichten, die in den 1930er Jahren eine bekannte und umschwärmte Schriftstellerin der Neuen Sachlichkeit war, eine Kunstrichtung der Weimarer Zeit. 

Ihre Bücher, 1931 Gilgi, eine von uns, 1932 Das kunstseidene Mädchen machten sie über Nacht berühmt. 

Nach 1933 wurden ihre Bücher beschlagnahmt und verboten. Sie versuchte sich durchzuschlagen, schrieb für Zeitungen, Zeitschriften. Ab 1936 ging sie bis 1940 ins Exil, zunächst nach Ostende, später zog sie in die Niederlande. Im Exil veröffentlichte sie mehrere Bücher in deutschsprachigen Exil-Verlagen, konnte aber an ihre großen Erfolge nicht mehr anknüpfen.

1940 kehrte Irmgard Keun nach Köln zurück und lebte in der Illegalität unter ärmlichsten Verhältnissen. Nach dem Krieg versuchte sie, über alte Freunde und Wegbegleiter wieder Fuß zu fassen. Erst Anfang der 1970-er Jahre wurde man wieder auf Irmgard Keun aufmerksam, ihre Romane wurden neu aufgelegt, Erzählungen, Gedichte, Feuilletons veröffentlicht. Ihr Bestseller „Das kunstseidene Mädchen“ wurde 2003 in Köln als Buch für die Stadt ausgewählt

1982 starb Irmgard Keun in Köln, 77-jährig.

Wenn Sie die Lesung besuchen möchten, können Sie sich per Email (vorstand@bruehl-ost.de) anmelden oder telefonisch unter 0172 6552296. 

Datum: 11.10.25

Uhrzeit: 18 Uhr

Ort: Treffpunkt Ost im KommMit (Schildgesstr. 110)

Musikalische Begleitung durch Sarah und Anna Moritz, Klavier

Eintritt frei

Imbiss gegen Spende 

Getränke kostenpflichtig

 

 

Gabriele Münter

Lesung und musikalische Begleitung: Sarah Moritz am Klavier

Die Malerin - ihr Leben – ihr Werk.

Gabriele Münter war eine deutsche Malerin und gilt als bekannteste Vertreterin des Expressionismus. Geboren 1877 in Berlin, gestorben 1962 in Murnau. Ein bewegtes Künstlerleben liegt vor uns, im Schatten der Ereignisse des 20. Jahrhunderts, lange auch nur als Lebensgefährtin von Wassily Kandinsky wahrgenommen. 

Als jüngstes von 4 Kindern, aufgewachsen in Herford und Koblenz, ist sie für die damalige Zeit recht frei aufgewachsen. Nach dem frühen Tod der Eltern konnte sie über eigenes Einkommen aus dem Erbe verfügen. So konnte sie mit ihrer Schwester zwei Jahre Amerika bereisen. Aus dieser Zeit sind ca. 400 Fotografien erhalten. Bereits hier war ihr gutes Auge für Bildmotive erkennbar. Zurück in Deutschland ging sie nicht den üblichen, von ihr erwarteten Weg der Heirat und Familiengründung. Aufgrund der finanziellen Unabhängigkeit verfolgte sie stringent ihren Weg der künstlerischen Betätigung. Im Jahre 1901 siedelte sie nach München über, um ihre künstlerische Begabung weiter zu vertiefen. An verschiedenen Akademien und Seminaren ließ sie sich in Zeichnen, Aktstudien, Druckgrafik und Bildhauerei unterrichten. Auf der Suche nach einer erfüllenden künstlerischen Umsetzung ihres Talentes nahm sie auch an einem Malkurs teil, in dem sie sich erstmalig mit Farbe und mit der Technik der Malerei beschäftigte. Unterrichtet wurde sie von Wassily Kandinsky. Nun nahm ihr Leben einen besonderen Verlauf. Die Kunst wurde ihr Leben, Kandinsky ihr Schicksal.

Das bewegte Leben der Künstlerin in der Zeit der „Neuen Künstlervereinigung München“, als Mitbegründerin des „Blauen Reiters“, der Versuch, sich in den 20er Jahren in der Kunstströmung der Neuen Sachlichkeit zu etablieren, dann erst ab den 50er Jahren wieder zu Ehren gekommen, werden wir eingehend beleuchten. 

Für die bessere Planung bitten wir um Anmeldung per Email oder per Telefon.

Datum: 12.10.24

Eintritt frei

Imbiss gegen Spende 

Getränke kostenpflichtig

 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.